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Relativismus ist diejenige Gedankenströmung, die jegliche absolute Wahrheit leugnet. Jede Aussage kann nur relativ auf irgendeinen anderen Aspekt getroffen werden. Der Relativismus ist ein wesentlicher Teil des Romantischen Materialismus.

Belege und BeispieleBearbeiten

  • Es gibt keine absolute Moral, keine absolute Erkenntnis von Gut und Böse. Moral entwickelt sich und wird duch die ewige Korrelation von Kultur und Natur unendlich gewandelt. Der Beginn dieser Moral lag im menschlichen Drang, kein unnötiges Leid zu verursachen. Im Zusammenwirken mit den zivilisatorischen Erscheinungen wurde die Moral weiter und weiter entwickelt.

Der moralische Grieche hatte kein Problem damit, Sklaven zu halten. Platon, ein genialer Denker, dessen durchaus humane Ethik in der Politeia ihre Vollendung fand, erkannte keinen moralischen Mangel an der Sklaverei. Die »moralische« Kirche verbrannte arme Frauen und Wissenschafter, die zu sagen wagten, was heute niemand leugnet. Und eben diese Kirche kann sich bei ihrer »Schuld« nicht auf den Relativismus, auf die historische Wahrnehmung der Schuld beziehen, weil sie den Relativismus leugnet.

  • Es gibt keine »Krise« und auch kein »erfreuliches Ereignis«, es gibt allein die Empfindungen Unbehagen und Freude. Sogar dieselbe Person kann ein Unheil/Heil zu verschiedenen Zeitpunkten und unter verschiedenen Einflüssen vollends anders wahrnehmen.
  • $ 5 + 7 = 27 $? Das ist möglich. Es müssten nur zuvor die Relationen anders gesetzt sein.

LegitimationBearbeiten

Relativismus muss nicht unmittelbar in den Nihilismus führen. Auch wenn der Relativist anerkennt, dass seine Einschätzungen keine allgemeine Gültigkeit haben, so kann er doch für sich eine angenehme Position darin sehen. Unsere Moral, zum Beispiel, ist nicht absolut, dennoch ist sie für denjenigen die richtige, der ihr aus seinen Gefühlen anhängt.