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Als Philosophie bezeichnet der Romantische Materialismus das gesamt von Strömungen und Gedanken, die sich konkret mit irgendeinem Thema theoretisch auseinandersetzen. Jede Frage kann eine Frage der Philosophie sein. Ihre Beantwortung ist der allerletzte Zweck und deren Argumentation die Technik der Philosophie. Mittel sind zum Beispiel Läuterung, Dialektik, Forschung und Zufall.

„Philosophie ist sehr vieles. Sie ist zuweilen das Gesamt aller philosophischen Lehren. Sie ist dann vielleicht interessant und bedeutend, aber vor allen Dingen pragmatisch und damit nur bedingt romantisch. Zuweilen ist es auch eine gefühlte wissenschaftliche Notwendigkeit. Folglich eine Aufgabe, die es zu lösen gelte. Für uns Romantische Materialisten aber ist namentlich die schiere Unendlichkeit der Gedankenmöglichkeiten der entscheidende Reiz. Die Philosophie gestattet, in die Welt der Annahmen und Spekulationen einzutreten, ohne diese gleich zu widerlegen. Es ist ein wenig ein Spiel mit der Wahrheit, als das Romancieren ein Spiel mit der Fantasie ist. Als Philosoph genießt man die Macht, unsere Umwelt deuten und damit letztlich neu erschaffen zu können. Diese Umstände mit den Reizen, die unwiderlegbar da sind zu verbinden, ist die Philosophie im Sinne des Romantischen Materialismus da.[1]

Ziele der PhilosophieBearbeiten

Befriedigung des philosophischen DrangesBearbeiten

Die Beantwortung faszinierender Fragen und das Spiel mit den Möglichkeiten einer Beantwortung zählen zu den großen Reizen, die sich der Menschheit bieten. Die Philosophie bietet ein breites Spielfeld von Theorien und Hypothesen, die nicht bewiesen werden können, weil sie ansonsten ihren philosophischen Charakter verlieren und in einen Bereich der Wissenschaft übergehen. Durch logisches Schließen, dialektisches Hinterfragen und Wähnen von Zusammenhängen können Antworten gefunden werden, was dem philosophischen Drang Nahrung und Lohn gibt.

Sehnsucht nach WissenBearbeiten

Die Sehnsucht nach Wissen zerfällt in zwei Stränge:

Sehnsucht nach Erkenntnis als Streben nach WahrheitBearbeiten

Die Sehnsucht nach Erkenntnis wir nur als Mittel zur Erkenntnis benützt, die das letzte Glied der Kette bildet. Das Ziel liegt letztlich also darin, möglichst erfolgreich zu sein und mehr Klarheit zu gewinnen, indem man für zahlreiche Phänomene Erklärungen findet.

Sehnsucht nach Erkenntnis als Weg zum HeilBearbeiten

Gleichsam eine personale Philosophie. Sie dient in diesem Fall als Interpretation der Welt. Wenn Prozesse verstanden werden, kann man ihnen besser begegnen. Der zweite Schritt einer »Heilsphilosophie« liegt darin, diese Interpretationen für sich nützlich zu machen. Mittel dafür können Pathos, Romantische Entfremdung oder eine Reductio ad absurdum sein, die nicht logisch begründet werden muss. Es kann auch die Erkenntnis genügen, dass ein vermeintliches Problem wesentlich unbedeutender ist, wenn man es in Relation zu anderen Phänomenen betrachtet.

Manche dieser Techniken könnten von der Psychologie als »Selbsttäuschung« oder vom Zeitgeist als »Schwachheit« interpretiert werden.

Reale Änderung von KonzeptenBearbeiten

Philosophie ist nicht nur eine beschreibende, passive Kunst. Ihr Impetus ist es auch, durch ihre Erkenntnisse Änderungen an Sachverhalten vorzunehmen. In vielen Fällen geschieht das durch Kritik (Schopenhauer, Nietzsche, Aufklärer...), in manchen durch Gestaltung einer idealisierten, virtuellen Welt (Thomas Morus, Karl Marx, Platon...). In gewissem Maße haben die meisten philosophischen Strömungen die Welt verändert. Am maßgeblichsten waren es der Kommunismus und die Aufklärung.

Praktische Mittel der PhilosophieBearbeiten

Zur Beschäftigung mit philosophischen Fragen, sowie zur Niederschrift deren Beantwortung, dienen aus ROMAT-Sicht namentlich:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Buch der verherrlichenden Romantik, Handschrift, Fridericus V., Seite 23