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Materialismus ist diejenige philosophische Strömung, nach der alle Prozesse auf materiellen, d.h. substantiellen Vorgängen beruhen. Damit ist sie eine wesentliche Grundlage des Romantischen Materialismus.

Vertreter des MaterialismusBearbeiten

Der Materialismus wurde durch die Geschichte der Philosophie hinweg immer wieder neu von verschiedenen Philosophen propagiert. Unter ihnen die wichtigsten:

  • Epikur (gr. Ἐπίκουρος) in der Antike.
  • Julien Offray de La Mettrie in der Aufklärung.
  • Karl Marx, Begründer des Historischen Materialismus.

Dialektische Vorteile des MaterialismusBearbeiten

Der große dialektische Reiz am Materialismus liegt darin, dass er eine theoretische Rückführbarkeit aller Phänomene auf wissenschaftlich erklärbare Prozesse postuliert. Damit werden alle hypothetischen Komponenten (Fliegendes Spaghettimonster, Gott), explizit ausgeschlossen.

Problem des MaterialismusBearbeiten

Der Materialismus negiert die Existenz einer sogenannten Seele, die frei von biochemischen Prozessen sei. Gefühle, Verstand und Bewusstsein werden aber in der Regel unter Berufung auf die Seele expliziert.

Lösung dieses ProblemsBearbeiten

Das sogenannte Seelen-Paradoxon kann auf zweierlei Art und Weise widerlegt werden. Eine Möglichkeit beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, eine andere auf dem Romantischen Materialismus.

Biochemische ErklärungBearbeiten

Nach der biochemischen Erklärung sind Gefühle namentlich Erscheinungen der Wirkung von Hormonen. Diese treten in der Tierwelt in mit dem Menschen vergleichbarem Maße auf, was wiederum das Postulat widerlegt, das Tier habe keine Seele. Hormone sind nun rational erfassbar und somit eine praktische Widerlegung der Seelenidee, zumal anzunehmen ist, dass künftig weitere Phänomene erklärbar sein werden.

Romantische AuflösungBearbeiten

Der Romantische Materialismus streicht den Begriff der Seele nicht aus dem Vokabular und genauso wenig aus der Gedankenwelt. Er negiert allein den naiven Charakter der Seelen-Wahnehmung.