FANDOM


Als Liebes-Paradoxon wird ein Widerspruch bezeichnet, der sich auf die christliche Αγάπη bezieht. Es negiert den sogenannten »christlichen Liebesauftrag«, ohne ihn moralisch zu verwerfen.

FormulierungBearbeiten

Das Paradoxon wurde wie folgt formuliert:

[...] Allein bleibt mir Folgendes unverstanden: Wenn die Liebe nicht allein Aufgabe, sondern auch, oder selbst vielmehr, Lohn ist, wie kommt es, dass es Menschen gibt, die aus eigenem Willen auf diese Gabe, die ja für alle erfreulich ist, verzichten? Und weiter: Ist denn dann der Mangel an Liebe nicht zunächst Strafe? Wie kann er dann auch noch Sünde sein? Verhält es sich nicht ohnehin gleich mit dem Glauben?[1]

Romantisch-Materialistische EntgegnungBearbeiten

Das Paradoxon leugnet nur die religiöse Wirkung der Nächstenliebe, nicht aber ihre moralische Notwendigkeit.

Glaubens-ParadoxonBearbeiten

Auch der Glaube ist entsprechend paradox. Der Ungläubige unterliegt mehr einer Strafe, als dass er eine verdiene.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweisBearbeiten

  1. Een Dialog zum Glauben. Fridericus V. (JGM), 2009