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Die Katholische Kabale, allgemein auch Römisch-Katholische Kirche, lat. Ecclesia Catholica Romana, ital. Chiesa cattolica, span. Iglesia católica, ungar. Katolikus egyház, russ Римско-католическая церковь (Transkr. Rimsko-katolićeskaja cerkov) ist die Bezeichnung für eine umfangreiche Kabale (allgemein Religionsgemeinschaften), die über eine Milliarde Anhänger zählt und seit 2000 Jahren besteht. Die Gemeinschaft ist umstritten und ihre Legitimation kontroversiell diskutiert.

Kurze Charakterisierung

Die Katholische Kabale ist eine Gemeinschaft, deren Anspruch nur sehr schwer einer Apologie zugänglich ist. Sie postuliert, die einzig wahre Kirche zu sein, die in Übereinstimmung mit dem Heiligen Geist den einzig wahren Glauben vertrete. Diesen umfassenden Anspruch setzt sie mit der katholischen Tradition in Verbindung, die ihrerseits mit der Bibel nicht in Verbindung steht.

Das faktische Wirken der Kirche auf der Erde ist genauso wenig mit der Schrift in Einklang zu bringen und beruht auf Repression und Manipulation.

Geschichtliche Grundlagen

Entstehung

Laut römisch-katholischer Überlieferung geht die Gründung der Kirche unmittelbar auf Jesus Christus zurück, obwohl diese These auf einer durchaus autonomen Auslegung der Bibelstelle Mt. 16,18 beruht:

18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.[1]

Zahlreiche Apologeten wenden ein, dass diese zwei Verse keinesfalls mit der Legitimation der Kirche, wie sie über die Jahrhunderte bestand, gleichzusetzen sind. So ist etwa nicht von einer »Erbfolge« (sogenannte Apostolische Sukzession) die Rede, von der idolatrischen Bedeutung von Ritus und Tradition gar nicht zu sprechen. Es besteht auch die These, dass Gott nicht nur Petrus (für die Gläubigen) sondern auch Paulus (für die »Heiden«) eingesetzt habe. Auch die Bezeichnung Heiliger Vater oder auch Papst (schon gar nicht der Terminus Pontifex Maximus, der von den römischen Herrschern übernommen wurde) kann durch keine Bibelstelle legitimiert werden. Vielmehr belegen zwei Bibelstellen, dass weder die Bezeichnung Heiliger Vater noch überhaupt die Unterwerfung unter einen Menschen (auch Petrus ipsum) mit der Schrift auch nur zu vereinbaren ist. Eine explizite Legitimation in der Schrift dafür ist nicht argumentierbar.

In Mt. 23,8-9 heißt es

8 Ihr sollte euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder [und Schwestern].
9 Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.

Die Anwendung des Papsttums auf Petrus und dessen Nachfolger kann - wie es durch Mt. 16,18 ihre vermeintliche Apologie findet - durch 1.Korinther 3,11 widerlegt werden:

Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

Diese Hinweise belegen, dass bereits der Ursprung und die grundsätzliche Legitimation der Kirche umstritten ist, ohne dass vom weiteren Verlauf ihrer Geschichte gesprochen wird.

Für eine genauere Schilderung der Kirchengeschichte siehe Die Katholische Kirche auf Wikipedia.

Frühe Jahre

In den Jahren nach der Entstehung der Katholischen Kabale war die Zeit geprägt von der Unterdrückung und Illegalität der Gemeinschaft. Es bildeten sich erste Riten heraus, wobei noch großer Wert auf die Authentizität und Originalität gelegt wird.

Mittelalter

Im Mittelalter erreichte die Kirche den Höhepunkt ihrer weltlichen Macht. Dieses Potenzial missbrauchte sie durch Absolutsetzung ihrer Ideale und willkürlicher Inquisition. Zahlreiche Päpste beanspruchten nicht nur die Fülle der kirchlichen, sondern auch der weltlichen Macht für sich. Im Mittelalter war die Kirche ein bedeutsamer Träger des Antijudaismus und akkumulierte weite Teile ihres heutigen Reichtums. In fast allen Bereichen stimmte die mittelalterliche Praxis (und selbst die Theorie) nicht mit der heutigen Wertehierarchie überein, was den von der Kirche grundlegend geleugneten Relativismus unterstreicht.

Neuzeit

In der Neuzeit wurde die Katholische Kabale von Bewegungen wie der Aufklärung und des ethischen wie politischen Liberalismus erschüttert, welche die unumschränkte Macht der Kabale umstießen. Aufgrund dieser Bewegungen, mit ihren Begleiterscheinungen wie der Humanismus sah sich die Kirche gezwungen, ihre inhumanen Praktiken zu reduzieren.

Neueste Zeit

Die letzten Jahrhunderte waren geprägt von Kampf (und letztlich Resignation) gegen den katholischen Modernismus sowie vom erbitterten Kampf gegen Systeme wie Sozialismus und Kommunismus. Gleicherweise bekämpfte die Kirche mit fadenscheinigen Argumenten die Befreiungstheologie, die für christliche Gerechtigkeit in den von Armut gebeutelten Ländern auftrat.

Ein typisches Verhaltensmuster der Katholischen Kabale im 20. Jahrhundert war ihre Annäherung zum Faschismus (vgl. Klerikalfaschismus).

Heute

Viele Beobachter mutmaßen, dass sich die heutige katholische Gesellschaft aufspalten wird in einen radikal-katholischen und in einen libertär-gleichgültigen Teil. Diese Vermutung sieht sich durch die restaurative Handlungsweise des gegenwärtigen katholischen Pontifikats unter Benedikt XVI. bestärkt.

Indessen ist noch festzuhalten, dass sich der überwiegende Teil der libertär-gleichgültigen Gruppe nicht faktisch von der Katholischen Kabale aufgrund von dialektischer Überlegung oder des Grundsatzes Meditation und Disputation emanzipiert, sondern sich vielmehr gleichgültig distanziert hat.

Die Kabale aus romantisch-materialistischer Sicht

Die Katholische Kabale vereint in sich eine Vielzahl von theoretischen Ansichten, praktischen Handlungsweisen und Einwirkungen in das Weltgeschehen, die nicht zu einem Ganzen zusammengefasst werden können, da sie sowohl in der zeitlichen, hierarchischen als auch effektiven Einordnung Schwankungen unterworfen ist.

Romantische Sichtweise

Die Kabale tilt die Neigung zur Zeremonie und zur Glorifikation, die für eine romantische Wahrnehmung notwendig sind. Teilweise vertritt sie auch die Armen und Schwachen, wenngleich dieser Umstand dahingehend relativiert werden muss, als diese Maximen in der Bibel bedeutend stärker betont wurden als das jemals in der »Kirche« der Fall war. Vielmehr war diese über die Jahrhunderte eine Kabale der Starken und Mächtigen, die, entgegen der Schrift, aus Opportunismus und Gier Verrat an den Armen beging und dieses Verbrechen noch immer andauert.

Die Vielzahl an Widersprüchen und die erfundene Legitimation sind für die romantische Sichtweise auf die Katholische Kabale kein Grund zum Verwurf. Vielmehr legitimiert die materialistische Romantik selbst die Autonome Wahrnehmung und findet aufgrund ihrer diskordischen Natur Gefallen an den Widersprüchen der Katholischen Kabale. Es steht aber zu bezweifeln, ob diese Ehrerbietung im Sinne derer ist.

Materialistische Sichtweise

Aus materialistischer Sichtweise ist der Umstand, dass die Katholische Kabale über eine Milliarde Anhänger hat keinem vernünftigen Verständnis zugänglich. Abgesehen von der Glaubensfrage tut man zunächst schwer daran, eine Apologie des Katholizismus zu finden, betrachtet man ferner dessen Geschichte, gerät die »Kirche« zu einer absurden Sekte.

Die Vorbehalte gegen die Katholische Kabale lassen sich in einem einfachen und eindringlichen Vergleich zusammenfassen:

Wenn diese katholische Kirche wirklich die Kirche Gottes ist, so ist Gott nicht barmherzig, sondern ein brutaler, rächender Gott, genauso wie seine Kirche brutal war und in vielen Fällen noch heute ist.

Ist Gott aber wahrhaft barmherzig, so kann die katholische Kirche, die über ein Jahrtausend lang aktiv gemordet und gewütet hat (und damit erst durch den Verlust der Macht aufgehört hat), niemals seine Kirche sein!!

Fridericus V

Eine präzise Auflistung der Widersprüche der Katholischen Kabale findet sich im Artikel Probleme der Katholischen Kirche. Klar ist, dass diese Kabale ob solcher Widersprüchlichkeiten und mangels einer vernünftigen Legitimation materialistisch dialektisch nicht argumentiert werden kann, zumal ihr Papst postuliert, »Stellvertreter Christi«[2] auf Erden zu sein.

Willkürliche Entfremdung

Unter dem Vorwand der sogenannten »Tradition« hat die Katholische Kabale einen gigantischen Katalog von Ideen und bindenden Handlungsweisen erfunden, die für einen Christen obligatorisch seien. Über die Jahrhunderte ist aus diesen Riten und Ideen eine idolatrisch verfolgte Ordnung geworden, die ihre Apologie einzig aus der Tradition bezieht, die von der Kirche autoritär als authentische Quelle des »gesunden« Glaubens bezeichnet wird. Im Schatten der selbstherrlichen Glorifizierung des Papsttums und der pedantisch organisierten Liturgie verloren biblische Werte wie Nächstenliebe oder Gerechtigkeit stetig an Wert, bis sie in der Kirche zu derern Gegenteil pervertiert wurden.

Weitere Unvereinbarkeit mit dem Anspruch

Wie erwähnt postuliert der Papst, Stellvertreter Christi auf Erden zu sein. Im Laufe der Geschichte der Katholischen Kabale hat sich die Organisation allerdings sehr schnell zu einem bedeutenden politischen und machtvollen Faktor gewandelt, der mit der Position Jesu nicht vereinbar ist. So heißt es etwa bei Mt. 23,12:

Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

Diese Bibelstelle lässt sich schwer mit dem Primatsanspruch des Papstes vereinbaren. Gregor VII. verfasste etwa den sogenannten Dictatus Papae, in dem es z.B. hieß:

Der Papst ist der einzige Mensch, dem alle Fürsten die Füße küssen.
Er ist der einzige, dessen Name in allen Kirchen ausgesprochen wird.
Sein Urteil darf von niemandem verändert werden, und nur er kann die Urteile aller abändern.[3]

Ferner hat die Entwicklung der Kabale hin zu einem mächtigen Instrument in der Weltpolitik eine von Liebe geprägte Persönlichkeit an ihrer Spitze zu einer nahezu unmöglichen Utopie geraten lassen. Die zentrische und kleinliche Struktur der Katholischen Kabale erforderte die Führung durch »starke Führungspersönlichkeiten«, was synonym mit der Form einer Diktatur verwendet werden kann. Es ist schwer zu eruieren, in welchen Fällen die vermeintliche Notwendigkeit einer starken Hand zu einer totalitären Regierungsform geführt hat und wann die Bestrebungen zur persönlichen Macht den Apparat missbrauchten. Fest steht, dass eine Nachfolge oder gar Stellvertretung Christi in jener Form, wie sie die Kirche über Jahrhunderte praktiziert, nicht möglich ist. Diese Form der Macht (und die gewaltsamen Bestrebungen, sie aufrecht zu erhalten) hat z.B. auch zum Klerikalfaschismus geführt, der für die Politik der Kirche im 20. Jahrhundert programmatorisch wurde. Dieser politische Machtanspruch steht im strengen Gegensatz zu einer vorstellbaren Sukzession eines »Oberhirten«, der sich in Liebe und Demut um die Christen kümmert, ohne ihnen gleichwohl ihre Ethik und ihren Glaubensausdruck autoritär zu bestimmen.

Positive Anmerkungen

Trotz der großen Zahl an Verfehlungen können auch einige positive Punkte angeführt werden.

So werden in der Enzyklika Quadragesimo Anno, wenn sie gleich andere Bestrebungen nach Gerechtigkeit verurteilt, hinsichtlich der Wirtschaft vernünftige Worte verloren, wenn es da heißt:

„Noch eines wird erfordert, das mit dem vorigen eng zusammenhängt. So wenig die Einheit der menschlichen Gesellschaft gründen kann auf der Gegensätzlichkeit der Klassen, ebensowenig kann die rechte Ordnung der Wirtschaft dem freien Wettbewerb anheimgegeben werden. Das ist der Grundirrtum der individualistischen Wirtschaftswissenschaft, aus dem all ihre Einzelirrtümer sich ableiten: in Vergessenheit oder Verkennung der gesellschaftlichen wie der sittlichen Natur der Wirtschaft glaubte sie, die öffentliche Gewalt habe der Wirtschaft gegenüber nichts anderes zu tun, als sie frei und unge-hindert sich selbst zu überlassen; im Markte, d.h. im freien Wettbewerb, besitze diese ja ihr regulatives Prinzip in sich, durch das sie sich vollkommener selbst reguliere, als das Eingreifen irgendeines geschaffenen Geistes dies je vermöchte. Die Wettbewerbsfreiheit - obwohl innerhalb der gehörigen Grenzen berechtigt und von zweifellosem Nutzen - kann aber unmöglich regulatives Prinzip der Wirtschaft sein. Die Erfahrung hat dies, nachdem die verderblichen individualistischen Theorien in die Praxis umgesetzt wurden, bis zum Übermaß bestätigt. Daher besteht die dringende Notwendigkeit, die Wirtschaft wieder einem echten und durchgreifend regulativen Prinzip zu unterstellen. Die an die Stelle der Wettbewerbsfreiheit getretene Vermachtung der Wirtschaft kann aber noch weniger diese Selbststeuerung bewirken: Macht ist blind; Gewalt ist stürmisch. Um segenbringend für die Menschheit zu sein, bedarf sie selbst kraftvoller Züge-lung und weiser Lenkung; diese Zügelung und Lenkung kann sie sich aber nicht selbst geben. Höhere und edlere Kräfte müssen es sein, die die wirtschaftliche Macht in strenge und weise Zucht nehmen: die soziale Gerechtigkeit und die sozia-le Liebe! Darum müssen die staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen ganz und gar von dieser Gerechtigkeit durchwaltet sein; vor allem aber tut es not, daß sie zur gesellschaftspolitischen Auswirkung kommt, d.h. eine Rechts- und Gesellschaftsordnung herbeiführt, die der Wirtschaft ganz und gar das Gepräge gibt. Seele dieser Ordnung muß die soziale Liebe sein; die öffentliche Gewalt aber hat sie kraftvoll zu schützen und durchzusetzen, was sie um so leichter vermag, wenn sie sich jener Belastungen entledigt, die, wie oben dargelegt, ihr wesensfremd sind.[4]

Diese Schilderungen sind weitgehend mit der Ideologie des Romantischen Materialismus vereinbar, wenn die praktische Politik des Vatikans gleich beste Beziehungen zu jenen Staaten aufbaute, die diesen Worten entgegengesetzt handeln.

Ferner geht heute, nach Jahrhunderten gegenteiligen Vorgehens, von kirchlichen Organisationen eine caritative Bewegung aus, die das Leid auf der Erde zu minimieren sucht.

Siehe Auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Einheitsübersetzung der Bibel
  2. Katechismus der Katholischen Kirche. Artikel 882
  3. Auszug auf de.Wikipedia (19 Xaoc 3176)
  4. Enzyklika Quadragesimo Anno, Pius XI., Rom 1931