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Als Genie bezeichnet man einen Menschen mit einer besonderen Schaffenskraft oder besonderen Talenten.

Es ist durchaus im Sinne des Romantischen Materialismus, die Persönlichkeit des Genies mit speziellen Prozessen in Verbindung zu setzen, oder ihn als fremdartig außergewöhnliche Person zu begreifen.

Der typische geniale Lebensstil ähnelt der Philosophie des ROMAT, weil es Teil des Genies ist, die romantische Komponente an verschiedenen Sachverhalten zu erkennen. Zudem versteht sich ein Genie auf das Erkennen und Beschreiben von synthetischen wie analytischen Umständen.

GENIE UND WAHNSINN – Vielleicht ist es in der Tat nicht allein menschlicher Versuch und ein tiefer geheimnisvoll sehnender Wunsch, diese zwei Termini in Verbindung zu setzen. Vielleicht darf man sogar den nächsten Schritt wagen und behaupten, Genie sei ohne Wahnsinn nicht möglich (schon Platon sprach vom »göttlichen Wahnsinn« der Dichter). Vielleicht besteht darin die wirkliche Genese des Genies, seine radikale Unterscheidung vom bloß Talentierten. Ich möchte diese Grenze nicht dahingehend schärfer gestalten, als ich ausdrücken möchte, ein Genie sei allemal Werkzeug seiner Kunst, seiner Gedanken, vielleicht nur Medium etwa einer Muse oder eines göttlichen Geschöpfes… Nein, für dieses mystisch anmutende Phänomen suche ich Erklä-rungen, die weitgehend nüchterner Natur sind. Jeder Aspekt im menschlichen Sein entwickelt sich zumindest in zwei Richtungen. Was nun das geniale Wesen am Genie ausmacht, ist zumin-dest ein solcher Aspekt, der besonders stark ausgebildet ist. Wenn wir uns wünschen, feinfühliger zu sein, trefflicher nachdenken zu können, unserem Denken geordnetere Gänge zu verleihen, so empfinden wir den Umstand, dass wir dazu jeweils nicht in der Lage sind, als Mangel an uns, allenfalls als Mangel der Natur, uns nicht mit diesen Fertigkeiten zu begaben. Ungeachtet der Frage, in welcher Hinsicht eine allgemeine Perfektion die Welt bereichern könnte, bestünde die-ser Mangel in der Natur höchstens darin, dass sie unsere Art in einem sehr hohen Maße fragil gestaltete und wir ein Übermaß von diesem stets in einem Übermaß von jenem bereuen. Der Preis eines besonderen Geschickes im rechten Fühlen ist ein allgegenwärtiger Donner und Lärm der Reize. Wer über eine begnadete Fantasie verfügt, gerät leicht zum Opfer abstruser Ängste. Jede Art von Genie vermag irgend geartete Einflüsse in einem besonderen Maße zu verstehen, zu begreifen und sich ihrer anzunehmen bzw. sie zu gestalten. Als jedoch jeder von uns nur so viel wissen kann, dass uns bestenfalls begreiflich wird, dass wir nichts wissen können und dieses ver-meintliche oder geleugnete Unwissen letztlich zuträglich ist, in dem Maße ist auch einem Genie nicht mehr Reiz, nicht mehr Bewegung zuträglich, als es der menschlichen Art entspricht.[1]

Fridericus V.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aphorismen, Reflexionen und andere krumme Gedanken