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Ethik ist ein Konzpet von Werten, die für eine demografische Einheit oder ein Individuum bedeutend und instruktiv sind. Ferner beschreibt der Ausdruck eine Zusammenstellung dieser Werte.

EntstehungBearbeiten

Wir nehmen an, dass sich die Ethik durch Wechselwirkung zwischen Instinkten und Kultur entwickelt hat, wobei die Instinkte in Verbindumg mit dem Verstand zur Ausbildung erster ethischer Prinzipien geführt hat. Durch angeführte Wechselwirkung war und ist Ethik einem stänigen Wandel unterzogen.

Relativer CharakterBearbeiten

Im Gegensatz zu dogmatischen Doktrinen, die eine absolute Natur der Ethik postulieren und damit ihre eigene Ideologie ins Paradoxe wandeln, lehrt der Romantische Materialismus einen relativen Charakter der Ethik. Sie ist weder von einer übergeordneten göttlichen Instanz eingegeben, noch ist sie Teil der allgemein gültigen menschlichen Konstitution. In diesem Zusammenhang leugnet der ROMAT auch die absolute Existenz eines so genannten »Gewissens«, das als ethische Instanz in jedem Menschen gegeben sei.

BegründungBearbeiten

Die These, Ethik sei notwendig relativ, wird vom Romantischen Materialismus z.B. durch folgende Argumente begründet:

  • Das mitunter absolute Wesen in der Ethik bezieht sich ausschließlich auf die Instinkte, die in den Jahren der Zivilisation nur geringe Änderungen erfahren haben. Die Ethik selbst benützt diese Instinkte aber nur als Grundlagen, ihre Gesetze selbst sind komplexere Zusammenstellungen. So wurde etwa aus der instinktiven Abscheu zu töten die kulturell untermauerte ethische Regel, die gebietet, nicht zu morden. Gleichwohl zählt in gewissen geografischen/ethischen Einheiten der Mord zu einer ethisch legitimen oder gar erforderlichen Option.
  • Ethik wird von herrschenden Klassen gebildet. Wie im Historischen Materialismus schlüssig dargelegt wird, werden viele ethische Grundsätze auf die Bedürfnisse der herrschenden Klasse ausgerichtet. Eure Ideen selbst sind Erzeugnisse der bürgerlichen Produktions- und Eigentumsverhältnisse, wie euer Recht nur der Zum Gesetz erhobene Wille eurer Klasse ist.[1]
  • Ethik beruht auf Ideologie. Neben einigen scheinbar allgemeinen ethischen Gesetzen beruhen zahlreiche Prinzipien auf verschiedenen Ideologien. Manche Ideologien betonen der Wert der Toleranz, andere den der Gerechtigkeit, andere den der Freiheit und andere selbst den der Überlegenheit. Nach diesen Wertehierarchien wird der jeweilige Ethos aufgebaut.
  • Die Ethik war in allen Epochen verschieden. Auch antike Denker wie Platon fanden keine grundsätzliche Verwerflichkeit am System der Sklaverei, vielmehr spielte es in seiner Πολιτεια eine nicht unwesentliche Rolle.
  • Dogmatisch agierende Systeme negieren faktisch ihre Postulate. Die katholische Kirche behauptet eine unumstößliche »Wahrheit« ihrer Ethik und bezeichnet sich selbst als reine Überlieferin dieser Wahrheit. Wenn diese Ethik aber tatsächlich unumstößlich und absolut ist, so rechtfertigt die Kirche heute aktiv die Inquisition, den Ablasshandel, die Auslöschung zahlreicher Ethnien in Lateinamerika und die Reihe anderer Vergehen, die von ihr begangen wurden. Andererseist kann der Umstand, dass einige dieser Verbrechen heute nicht mehr von der Kirche begangen werden als Beweis für die Relativität der Ethik herangezogen werden.
  • Ethik, Kultur, Natur und Gesellschaft stehen in einer Korrelation, was bedeutet, dass all diese Erscheinungen auf alle anderen einwirken. Der zeitgemäße, entwickelte Ethos beruht teilweise auf subtileren Einschätzungen, als jener, der vor einigen Jahrhunderten maßgebend war, weil die Kultur selbst sensibler und vielschichtiger wurde.
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegen ethische Vorbehalte.
  • Wandel der Werte ist Wandel der Ethik. Kulturelle Revolutionen wie die Emanzipation oder die informative Globalisierung haben zu einem Wandel der Werte und Einschätzungen geführt, die sich auf die jeweilige Ethik ausgewirkt haben. Die heutige allgemeine westliche Ethik vertritt eine Natur der Frau, die von Unabhängigkeit und Gleichrangigkeit geprägt ist, während ältere Ethen für die Frau nur die Position als Mittel am Mann vorsahen.
  • Ethik wird manipulativ suggeriert. Grausame Beispiele wie der Nationalsozialismus oder Wertesysteme wie jene im antiken Rom zeigen, dass Ethik teilweise von einer dominanten Instanz manipuliert werden kann. Wenn Wissenschaft, öffentliche Meinung, Nachrichten und Literatur zu einer einheitlichen Meinung gleichgeschaltet werden, ist es schwer, sich dieser Manipulation zu entziehen. Wenn zudem eine alternative Meinung fehlt (wenn jemand z.B. in ein dergestaltes Wertesystem »hineingeboren« wird), kann diese schiefe, spezielle Ethik schnell zur allgemein gültigen Ethik werden.
  • Ethik ist in vielen Fällen eine Frage der Rechtfertigung und somit eine Frage der dialektischen Überlegung und Emotion. Verschiedene Ethen sind sich z.B. über die Frage uneinig, ob es einen gerechten Krieg geben könne oder wann eine Lüge legitim sei, bzw. ob überhaupt eine Verwerflichkeit der Lüge bestehe.

Viele dieser Argumente lassen sich zu der Zusammenfassung vereinen, dass die ethischen Maximen schlicht nicht zu jeder Zeit dieselben waren.

Ethik des ROMATBearbeiten

Die Ethik des Romantischen Materialismus basiert auf seinen dialektisch und emotional erarbeiteten Thesen. Das Ziel der romantisch-materialistischen Ethik liegt im gerechten, friedlichen und respektvollen Umgang miteinander. Mittel, vermöge derer dieser Zustand geschaffen werden kann sind Meditation und Disputation, Austausch der Kulturen und tolerante Romantische Entfremdung. Durch Meditation und Disputation können schädigende und antiromantische Haltungen durch dialektische Beweisführung und Ausscheidung vermieden werden. Der Austausch der Kulturen erlaubt ein respektvolles und von Faszination und Liebe getragenes Miteinander, das von einer Gerechtigkeit schaffenden Instanz getragen werden sollte. Die tolerante Romantische Entfremdung stellt ein Prisma dar, mittels dessen die Elemente des Alltags geläutert dargestellt werden können. Zahlreiche zentrale Elemente wie Respekt vor dem Leben, Wahrung der Privatsphäre, die weiter nicht eigens angegeben sind, können als vorausgesetzt erachtet werden.

Reduzierte WerteBearbeiten

Im Gegensatz zur Ethik der allgemeinen Empfindung werden folgende Werte im ROMAT weniger Bedeutung beigemessen, was gleich nicht mit der Annahme gleichzusetzen ist, dass sie keine Bedeutung genießen würden:

Erhöhte WerteBearbeiten

Andere Werte genießen eine besondere Bedeutung:

  • Toleranz
  • Respekt vor der Tierwelt
  • Gerechtigkeit
  • Respekt gegenüber atypischen Verhaltensvarietäten (so sie nicht einen anderen ethischen Wert untergraben)
  • Gesunde Ausbildung von Leidenschaften

Dieser Artikel ist auch in Kyrillischer Transkription hier verfügbar!

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Kommunistische Manifest. Karl Marx, Friedrich Engels. Kap. II, 477.