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Wenn du in die Diskordische Gesellschaft willst,
dann verkünde dir selbst was du willst
tu was du magst
und erzähl uns darüber,
oder,
wenn du es vorziehst,
auch nicht.[1]

Der Diskordianismus, slow. Diskordianizmus, russ. Дискордианизм (Transkription: Diskordianizm), tsch. Diskordianismus ist die religiöse und eine philosophische Grundlage des Romantischen Materialismus. Er basiert ideologisch auf einem ausgeprägten Relativismus. Die gesamte Weltbevölkerung hängt dieser Religion an (wobei das allenfalls 0,005% der Weltbevölkerung weiß). Synonym zum Begriff Diskordianismus kann die Bezeichnung Erisische Bewegung verwendet werden.

Grundlegende Informationen

Aufgrund des exzessiv relativistischen Charakters des Diskordianismus sind alle Katmen (Glaubenssätze) oder Glaubensinhalte nicht absolut gesetzt und können von jedem Papst zu jeder Zeit vollends geändert und auch zum Gegenteil umgekehrt werden. Als weitgehend allgemeingültig können folgende Ansichten deklariert werden:

  • Ausrichtung gegen Zwang und Tradition.
  • Gegen Ordnung.
  • Für das Sacred Chao.
  • Liebe zum Absurden.
  • Liebe zum Paradoxen.
  • Leugnung jeder Form von objektiver Wahrheit.

Es gibt also auch Strukturen, die sich verhältnismäßig regelmäßig durch den Diskordianismus ziehen. Dazu zählt die Neigung, logische Fehler mittels Paradoxa aufzudecken.

Beispiel:

Der folgende Satz ist richtig. Der vorhergehende Satz ist falsch.

Oder konkreter:

  1. ...
  2. ...
  3. Ein Diskordier ist zu Beginn seiner Illumination dazu verpflichtet, an einem Freitag alleine nach draußen zu gehen um fröhlich einen Hot Dog zu genießen; diese Zeremonie ist dazu da, um gegen die beliebten Paganismen dieser Tage zu demonstrieren: gegen die katholische Christenheit (freitags kein Fleisch), das Judentum und den Islam (kein Fleisch vom Schwein), den Hinduismus (kein Fleisch von der Kuh), den Buddhismus (kein Fleisch von Tieren) und den Diskordianismus (keine Hot-Dog-Brötchen).
  4. Ein Diskordier soll keine Hot-Dog-Brötchen essen, denn es war der Trost der Göttin, als sie mit der ursprünglichen Zurückweisung konfrontiert war.
  5. Einem Diskordier ist es verboten, zu glauben, was er liest.[2]
- Pentabarf

Im Beispiel des Pentabarfs, des diskordischen »Pentalogs« vereinen sich in drei Geboten zwei Paradoxa.

Der Diskordianismus leugnet die Richtigkeit absoluter Sätze. Im Besonderen leugnet er die Unterteilung in Ordnung und Chaos. Alles ist Chaos (bzw. alles ist Ordnung), die Ausdrücke sind allein Begriffe menschlicher Filter, die er für seine individuelle Wahrnehmung ausgesucht hat.

Umfangreichste Glaubensgruppe

Wer gegen uns ist, ist für uns.

—Alte erisische Weisheit

Eine Besonderheit an der Erisischen Bewegung ist der Umstand, dass sich niemand seiner offenen Arme entziehen kann. Damit seine vollendete Wahrheit in sich schlüssig werden kann, sind auch jene Teile zutiefst eristisch, die gemeinhin (und richtigerweise) als aneristisch bezeichnet werden. Jeder Mensch ist Diskordianer. Gleichwohl gibt es (abgesehen von den verschiedenen Kabalen) eine Typologie von Diskordiern:

Orthodoxe Diskordianer

So bezeichnet man Diskordier, die sich ihrer Religionszugehörigkeit bewusst sind und sich in Sekten (Kabalen) unter der Hierarchie von Episkopen, Polyvatern, Päpsten oder anderen erfundenen Würdenträgern organisieren oder de-organisieren. Sie versuchen aktiv, die Lehren der Eris in die Tat umzusetzen.

Unbewusste Diskordianer

Eristische: Eristische unbewusste Diskordianer sind Menschen, die den diskordischen Idealen folgen und kreative Trips einleiten, wodurch sie der Welt helfen, ihr Gleichgewicht wieder zu finden.

Aneristische: Aneristische unbewusste Diskordianer sind ideell gegen den Diskordianismus ausgerichtet (unabhängig von der Frage, ob sie seine Ideen unmittelbar kennen). Sie finden über den Widerspruch zum Diskordianismus.

Kirchen: Sogenannte Kirchen sind Kabalen, die sich verhältnismäßig weit von der Urform des Diskordianismus entfremdet haben und eigene Riten, Dogmen und Lehrbücher erfunden haben. Ein typisches Beispiel dafür ist die Katholische Kabale.

Die Göttin 'Ερις

'Ερις (Eris) ist die weibliche Gottheit des Diskordischen Glaubens (daher auch die Bezeichnung Erisische Bewegung). In der römischen Mythologie wird sie Discordia genannt, was auf den Namen des Diskordianismus schließen lässt. 'Ερις ist die Göttin der Zwietracht, die in der Mythologie dahingehend besonderes Renomée erlangte, als sie es war, die den Apfel der Zwietracht (den sprichwörtlichen »Zankapfel«) bei der Hochzeit des Peleus und der Thetis unter die Gäste warf. Dies war ihre feine List, um sich dafür zu revanchieren, dass sie nicht zur Heirat eingeladen worden war. Nach diskordischer Schrift tröstete sich die Göttin von der ursprünglichen Zurückweisung durch den Konsum eines Hot-Dog-Brötchens. Auf den Apfel hatte sie die Worte τῇ καλλιστῇ (tē kallistē, der Schönsten) geschrieben, die häufig zu καλλιστι vereinfacht werden, wie zumeist auch auf dem Symbol des Diskordianismus. Um die Gunst, die Schönste zu sein, stritten sich darauf 'Αφροδιτη, Αθενη und Έρα (Aphrodite, Athene und Hera). Auf den Ratschlag Zeuses hin führte Hermes die drei zum Trojaner Paris, der sich für Aphrodite entschied, worauf diese ihm die schönste aller Frauen (Έλενα [Helena]) versprach, was in weiterer Folge zum Trojanischen Krief führte.

Eris symbolisiert die diskordischen Tugenden des Chaos und des Relativismus. Ein Diskordier kann sie jederzeit vermittels seines dritten Auges kontaktieren.

Die Weisheit der 'Ερις

'Ερις ist von einer großen und ganzheitlichen Weisheit beseelt, die sie durch die erisische Lehre an uns Menschen weitergibt.

Ihre große Weisheit lässt sich in einer Unio Mystica des Diskordiers Mal-2 mit ihr ablesen, in deren Verlauf sich Mal-2 über die schrecklichen Zustände auf der Erde beklagte, auf welcher Gewalt und Hass herrsche. Die weise 'Ερις fragte entgegnend, worin das Problem läge, wenn es das ist, was der Mensch tun wolle. Mal-2 entgegnete, es verhalte sich keinesfalls so, dass es das wäre, was jeder tun wolle, jeder hasse es. Darauf die Göttin: »Dann lasst es.«

Päpste

IGNOTUS PER IGNOTIUM

—Die Bedeutung davon ist unbekannt

Jeder Mensch ist Papst und genießt die volle und unumschränkte Autorität, alles tun zu dürfen, was Päpste zu tun pflegen und auch tun zu dürfen, was Päpste niemals zu tun pflegen. In der PRINCIPIA DISCORDIA findet sich ein offizieller Papst-/Mamst-Schein, der aber nur für Dokumente-Freaks verbindlich ist. Die Göttin anerkennt auch Päpste, die sich nicht als solche ausweisen können.

Episkopen

Episkopen sind Päpste, für die 'Ερις einen besonderen Plan vorgesehen hat. Sie schließen sich nicht einer großen Kabale an, sondern gründen eine eigene. Im Gegensatz zu para-diskordischen Gemeinschaften, die ein solches Vorgehen abwertend als »Sektenbildung« bezeichnen, wird dieser Ausdruck im Diskordianismus respektvoll gebraucht. Jeder Papst hat die Macht, eine eigene Kabale zu gründen. Episkop Fridericus V. hat zum Beispiel die Erisische Kabale des Magischen Feigenkaktusses der Anleitung der Göttin folgend geschaffen. Laut PRINCIPIA DISCORDIA wird empfohlen, vor Schaffung einer neuen Kabale den Polyvater zu kontaktieren. Wenn man diesen aber nicht finden könne, oder nichts mit ihm zu tun haben wolle, ist man dennoch berechtigt, »eine eigene Kabale zu gründen und priesterliche Dinge zu tun mit der PRINCIPIA DISCORDIA als Leitfaden.[3].

Ein Episkop darf jederzeit die vollendete Fülle der Macht in seiner Kabale frei anwenden und genießt göttlichen Status. Da dasselbe gleichwohl auch für alle weiteren Mitglieder der Kabale gilt, hält sich die göttliche Ehrerbietung zumeist in Grenzen.

Die PRINCIPIA definiert den Episkop(os) mit folgenden Worten:

„EIN EPISKOPOS DER DISKORDISCHEN GESELLSCHAFT ist jemand, der die totale Autonomie vorzieht, und seine eigene Diskordische Sekte gründet wie Die Göttin ihn leitet. Er spricht für sich selbst und jene, die sagen, dass sie mögen, was er sagt.[4]

Das aneristische Prinzip: Graugesicht

Vor langer Zeit betrat ein humorloser Mensch mit dem Namen Graugesicht die Erde und meinte, er müsse diese dergestalt humorlos und geordnet machen, als er selber war. Er lehrte verderbliche Dogmen wie jenes, dass Spielen sündig sei, dass die Ordnung dem Chaos vorzuziehen sei, dass der Mensch mit Geld besser handeln könne oder dass Absurdes mithin absurd sei.

Von da an verleitete er ehrbare Menschen, zu glauben, dass Realität eine Zwangsjackengeschichte sei und nicht die fröhliche Romanze als die die Menschen sie gekannt hatte.[5]

—PRINCIPIA DISCORDIA

Basierend auf dieser lebensfeindlichen Ideologie etablierte sich ein System, das eine künstlich lebensfeindliche Ausgestaltung der Welt zur Folge hatte.

Die Welt wieder zu einem fröhlichen und toleranten Tummelplatz der Gedanken, den Menschen zu einem liebenden und verständnisvollen Träumer und die Realität wieder zu jener fröhlichen Romanze zu machen, die sie war, ist der Diskordianismus da

Fridericus V

Durch dieses schändliche Wirken hat Graugesicht einen negativen Trip eingeleitet, der durch die Erisische Illusion (Bevorzugung von Chaos und Ablehnung von Ordnung) aufgehoben werden soll.

Diskordischer Kalender

(Siehe hierzu auch: Diskordianischer Kalender). Die diskordische Bewegung hat einen eigenen Kalender etabliert. Der klare, strukturierte diskordische Kalender erscheint vergleichbar anerisisch und steht damit im scheinbaren Widerspruch zur eigenen Lehre, was wiederum bedeutet, dass das System konsequent diskordianisch ist.

Der Diskordische Kalender teilt das Jahr in fünf Monate und diese in 73 Tage. Eine Woche dauert ebenso 5 Tage.

Das Gesetz der Fünf

Das diskordianische Gesetz der Fünf besagt, dass alles, was im Universum geschieht, irgendwie mit der Zahl Fünf oder einem Vielfachen von Fünf zusammenhängt.

„DIE WAHRHEIT IST FÜNF ABER DIE MENSCHEN HABEN NUR EINEN NAMEN DAFÜR.“

Patamunzo Lingananda

Sacred Chao

FicusIndica

Sacred Chao vor dem Hintergrund des Feigenkaktus(ses)

Sacred Chao (nicht verwechseln mit der sacred cow) ist das Symbol des Diskordianismus, das synonym zum Heiligen Chaos an sich, also zum praktischen Chaos verwendet werden kann.

Das Symbol zerfällt in zwei Teile, dessen erster ein Fünfeck zeigt, das sowohl für das Prinzip kreativer Ordnung als auch für das Gesetz der Fünf steht. Die andere Seite bildet der Apfel der Eris mit dem Schriftzug καλλιστι.

Pentabarf

Als Pentabarf wird der »Pentalog«, die fünf Gebote des Diskordianismus bezeichnet. Sie zu befolgen ist streng verboten.

  1. Es gibt keine Göttin außer der Göttin und sie ist deine Göttin. Es gibt keine Erisische Bewegung außer der Erisischen Bewegung und es ist die Erisische Bewegung. Und jeder goldene Apfel ist das geliebte Heim eines Goldenen Wurmes.
  2. Ein Diskordier soll immer das offizielle diskordische Dokumentennummerierungssystem benutzen.
  3. Ein Diskordier ist zu Beginn seiner Illumination dazu verpflichtet, an einem Freitag alleine nach draußen zu gehen um fröhlich einen Hot Dog zu genießen; diese Zeremonie ist dazu da, um gegen die beliebten Paganismen dieser Tage zu demonstrieren: gegen die katholische Christenheit (freitags kein Fleisch), das Judentum und den Islam (kein Fleisch vom Schwein), den Hinduismus (kein Fleisch von der Kuh), den Buddhismus (kein Fleisch von Tieren) und den Diskordianismus (keine Hot-Dog-Brötchen).
  4. Ein Diskordier soll keine Hot-Dog-Brötchen essen, denn es war der Trost der Göttin, als sie mit der ursprünglichen Zurückweisung konfrontiert war.
  5. Einem Diskordier ist es verboten, zu glauben, was er liest.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. PRINCIPIA DISCORDIA, Seite 0032
  2. PRINCIPIA DISCORDIA, Seite 0004
  3. PRINCIPIA DISCORDIA, Seite 0028
  4. PRINCIPIA DISCORDIA, Seite 0032
  5. PRINCIPIA DISCORDIA, Seite 0042