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Als Determinismus bezeichnet man diejenige philosophische Strömung, die jedes Geschehen auf auf die Kausalität oder biochemische Prozesse reduziert, also die persönliche Freiheit und folglich auch die persönliche Schuld negiert. Damit ist die deterministische Weltsicht Teil der materialistischen Komponente im Romantischen Materialismus

Schuld, Strafe und SühneBearbeiten

Der Determinismus negiert die persönliche Schuld des Individuums. Diese Negation kann auf mehrerlei Art und Weise erfolgen (und ist nicht notwendig deterministisch, vgl. Altruismus-Paradoxon, Glaubens-Paradoxon, Probleme des christlichen Glaubens.) Die deterministische Argumentation beruht auf dem Umstand, dass derjenige Faktor, der umgangssprachlich als »Freiheit« bezeichnet wird, durch das Naturell einerseits und durch die Umwelt andererseits diktiert wird. Alle bisherigen Eindrücke und Geschehnisse können nur zu einer Entscheidung führen, die dann letztlich auch gefällt wird. Allenfalls kann eingeräumt werden, dass das, was als »Freiheit« bezeichnet wird, zuweilen ein inneres Kalkulieren ist, das bei gegebenen Umständen aber immer zur selben Lösung kommt. Es gleicht dann einer mathematischen Rechnung. Wenn alle Teile vorgegeben sind, kann der Rechnende nur noch rechnen. Er hat aber nicht die Freiheit, den Rechenprozess zu beeinflussen.

Es ist gleichwohl nicht folgerichtig, diesen Umstand mit der Annahme gleichzusetzen, dass auch jegliche Strafe hinfällig sei. Präziser gesagt: Es kann keine Strafe, wohl aber eine Erziehung sein. Freilich leugnet der ROMAT unter Berufung auf den Relativismus auch eine absolute Form der Moral. Dennoch existiert eine jeweilige Form der Moral, die zeitgenössisch als erstrebenswert gilt. Weiter ist etwa ein moralischerAltruismus Teil unserer Kultur, die in Korrelation mit den Instinkten entstanden ist. Dieses altruistische Prinzip lebendig zu erhalten ist die Strafe da. Sie ist gleichsam eine bedeutende Variable in der metaphorischen Rechnung, die eine Entscheidung bildet. Zudem befriedigt sie die getäuschte Wahrnehmung, die eine Strafe fordert.