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Als Autonome Wahrnehmung (auch Autonome Wahrheit) bezeichnet man im Romantischen Materialismus den Umstand, dass viele Teile der allgemein anerkannten »Wahrheit« einer relativen Wahrnehmung unterliegen. Man könnte sie zuweilen auch als »Gesellschaftsvertrag« bezeichnen, dem schlüssig, wortlos zugestimmt wird. Viele Teile dieser allgemeinen Wahrheit haben nun aber keinerlei authentischen Beleg, der unantastbar wäre. Es kann z.B. jeder dahergehen und sagen, er/sie sei das legitime Staatsoberhaupt Kolumbiens. Alles Gegenteilige beruht auf einem Gesellschaftsvertrag, der zumeist unbewusst, zuweilen absichtlich und manchmal nolens volens anerkannt wird.

Die autonome Wahrheit hat ihren Ursprung aber nicht in einem Gesellschaftsvertrag dieser Art, sondern vielmehr in einer individuellen Idee des Einzelnen.

ZweckBearbeiten

Die Autonome Wahnehmung erlaubt es, der Fantasie einen wirklichen Charakter zu verleihen, der, zwischen Spaß und Ernst schwankend, auch dialektisch argumentativ nur schwer zu widerlegen ist.

Ferner forciert die Autonome Wahrnehmung die Anerkennung des Relativismus und eine kritische Denkweise. Aus diskordischer Sichtweise wird durch die Verwirklichung der Autonomen Wahrheit auch ein sogenannter positiver Trip realisiert, der die Welt dem Status des ursprünglichen Chaos näherbringt.

Ein Vorgehen dieser Art könnte eine neue Lockerheit und Liebe im Umgang miteinander bewirken, allerdings allein dann, wenn eine grundsätzliche Akzeptanz und Neigung zur diskordischen Lehre vorausgesetzt wird.

Auch die Idee des IPU (unsichtbares rosafarbenes Einhorn) bedient sich der Autonomen Wahrheit, um absolutistisches Wahrheitsempfinden zu verurteilen und der Lächerlichkeit zuzuführen.

WegbereiterBearbeiten

Neben den Begründern und frühen Mitgliedern des Diskordianismus ist hier in besonderem Maße Kaiser Norton zu erwähnen, der neben der allgemeinen Wahrheit die autonome begründete, die ihn zum König der USA machte.

Siehe auchBearbeiten