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Als Animalische Menschennatur bezeichnet man im Romantischen Materialismus eine Wesensart des Menschen, die annähernd bar jeder Kultur ist. Als Motive kennt sie daher namentlich Instinkte oder Gier, die weder durch Ethos noch durch Kultur reguliert werden.

Man kann im Allgemeinen zwischen zwei Arten von Animalische Menschennatur unterscheiden:

OriginärBearbeiten

Tritt die Animalische Menschennatur in originärer Form auf, so ist von einer präzivilisatorischen Natur die Rede. Diese Wesensart tritt heute in der zivilisierten Welt in der Regel nicht mehr als umfassende Charakterhaltung auf. Gleichwohl können verschiedene Handlungen und Strukturen auf diese Natur zurückgeführt werden. Eine besondere Rolle spielt diese Natur in der Sexualität, wobei die Erotik im Romantischen Materialismus deren Synthese mit Intellekt und Kultur darstellt.

Entfremdende ElementeBearbeiten

Auch in effektiv präzivilisatorischen Epochen konnte nie von einer effektiven Animalischen Menschennatur die Rede sein, da menschliches Handeln wohl in vollem Umfang in komplexeren Systemen verläuft als tiereisches. In der Geschichtstheorie des ROMAT haben die Schutz- und Lebensinstinkte schon sehr früh zur Bildung eines gewissen Ethos geführt, der humander Natur war. Es kann auch angenommen werden, dass schon früh eine romantische Wahrnehmung verschiedener Elemente statt gefunden hat und auch heute noch innerhalb von »animalischen Handlungen« erkannt werden kann.

ZivilisatorischBearbeiten

Tritt die Animalische Menschennatur in Verbindung mit der Zivilisation auf, so kann zumeist (etwa wenn man die Erotik abstrahiert) von einer »absurden Zivilisation« gesprochen werden. I.e. die Zivilisation ist an einem Punkt angelangt, an dem sie ihre eigenen Werte negiert und verschiedene Werte idolatrisch verehrt (Diese Idolatrie hat indes fast nichts mit der Romantischen Wahrnehmung gemein, die sich selbst als Mittel des Glücks gebraucht, während jene Idolatrie den Menschen als Mittel gebraucht und selbst zum Zweck wird). Diese Verehrung wird auf vielerlei Art und Weise tradiert. Der typische Wert, dem die Zivilisation eine idolische Bedeutung beigegeben hat, ist das Kapital. Um dieses zu vermehren, leugnet der Mensch seine Kultur und wird gleichsam zum Raubtier, das als Einzelkämpfer (oder allenfalls im Rudel) gegen andere kämpft und diese vermeintlich verschlingen muss, um selbst überleben zu können.

Entfremdende ElementeBearbeiten

Der große Fehler bei diesem Punkt liegt darin, dass der Mensch hier nur mittelbar von seinen Instinkten geleitet wird und namentlich der Verstand sowie der zivilisatorische Einfluss das rücksichtslose und dümmliche Vorgehen leiten.

Hinzu kommt, dass das menschliche Vorgehen in Relation zum tierischen als übersteigert charakterisiert werden kann:

Man zeige mir denjenigen Affen, der den ganzen Tag von Baum zu Baum hüpft, um so viele Bananen zu sammeln als er irgend zu sammeln imstande ist. Ich möchte den Affen sehen, der sich riesige Löcher gräbt, um seine Bananen darin sammeln zu können.[1]

Fridericus V.

Tiere handeln nach ihren Instinkten natürlich und natürlich richtig. was der gesamten Tierwelt erlaubt, erhalten zu bleiben. Der Mensch kann seine Instinkte mittels seines Verstandes kontrollieren und instinktwidrig vorgehen. Das kann zur Folge haben, dass manche Instinkte überproportional stark gelten und andere verkümmern. Namentlich fehlt dem Menschen aber im Vergleich zur Fauna das Maß. Ein Tiger jagt nicht mehr, wenn er gefressen hat und kann daher ruhen (und seine potentielle Beute kann weiterleben). Der durch die Zivilisation entfremdete Mensch kann hingegen nicht ruhen, wenn er potentielle Beute wähnt.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aphorismen, Reflexionen und andere krumme Gedanken